Die Zahl der Burgen ist gewaltig in der Pfalz, doch nicht alle lohnen einen Besuch. Uns machen nach wie vor folgende Burgen am  meisten Spaß (von Norden nach Süden):

Neuleiningen bei Grünstadt; auf dem Berg gelegenes Städtchen mit gut erhaltener Stadtbefestigung und stattlicher Burgruine und einem guten Blick in die Rheinebene.

Hardenburg mit 180 m Länge und 70 m Breite eine der ausgedehntesten Burgruinen der Pfalz über dem gleichnamigen Ortsteil im Westen von Bad Dürkheim. Ein noch gut erhaltenes Beispiel einer Kanonenburg mit drei runden Geschütztürmen an den Ecken der Hauptburg Bollwerksturm mit einer Mauerstärke von 7 m; ein Keller mit Kreuzrippengewölbe; zerstört durch den französischen General Melac 1794.

Klosterruine Limburg oberhalb von Bad Dürkheim; bereits seit 1574 aufgehoben, aber eines der bedeutensten Baudenkmäler frühromanischer Baukunst; Die dreischiffige Säulenbasilika mit Querhaus ist in ihren Mauern noch erhalten, so daß man zusammen mit der westlichen Doppelturmfassade und der wiederhergestellten Krypta einen guten Eindruck von der monumentalen Größe dieser Anlage erhält.

Hambacher Schloß bei Neustadt; teilweise restauriertes Schloß, das wegen des 1832 hier abgehaltenen Hambacher Festes bekannt ist. Große Teile der Ringmauer, der Rest des Bergfriedes und der 2 m starke Hohe Mantel sind erhalten; beherbergt heute eine ständige Ausstellung zur Geschichte des Hambacher Festes sowie Wechselausstellungen zur deutschen Geschichte.

Villa Ludwigshöhe bei Edenkoben;1845-52 von Friedrich von Gärtner als Landsitz des bayrischen Königs Ludwig I. erbaut.Intakte vier Flügel-Anlage mit Innenhof und sehenwerten Innenräumen (Führung). Gleich nebenan kann man mit einer Sesselbahn zu den Resten der Ruine Rietburg fahren und den herrlichen Ausblick genießen.

Madenburg bei Eschbach, Reichsburg der Staufer, eine der größten Burganlage der Pfalz mit herrlichem Rundblick über den Wasgau und die Rheinebene

Burg Berwartstein bei Erlenbach im Pfälzer Wald. Der Berwartstein ist eine der letzen bewohnten Burganlagen der Pfalz und ist praktisch voll erhalten. Die Burg wurde in ihrer jetzigen Form erst 1893 -95 wieder aufgebaut. Führungen durch die Burg gibt es jederzeit und lassen die Lebenbedingungen in einer Burg hautnah erleben. Insbesondere die eindrucksvollen Felsenräume und die Gänge unter der Burg hinterlassen einen bleibenden Eindruck.

Burg Trifels bei Annweiler. Der Trifels, auf dem die Nachbildungen der Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation besichtigt werden können, zählt zu den beliebtesten touristischen Ausflugszielen in der Pfalz. Er ist dort mit über 100.000 Besuchern pro Jahr nach dem Hambacher Schloss (200.000) die am zweithäufigsten frequentierte Burg. Diese Stellung verdankt der Trifels seiner Bedeutung im Mittelalter, besonders während der Stauferzeit im 12. und 13. Jahrhundert. Für anderthalb Jahrhunderte war die Burg damals als Reichsburg Mittelpunkt historischer Ereignisse. Das größte Interesse neben den Reichskleinodien weckt noch heute die Gefangenschaft des englischen Königs Richard Löwenherz, die allerdings hinsichtlich des Trifels’ nur für eine Zeitspanne von drei Wochen (vom 31. März bis zum 19. April 1193) mit Sicherheit belegt ist.